Nabelschnurblut und Morbus Krabbe

Eine von der University of Pittsburgh School of Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass Nabelschnurblut das Leben von Kindern mit Morbus Krabbe verlängern könnte.

Eine von der University of Pittsburgh School of Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass Nabelschnurblut das Leben von Kindern mit Morbus Krabbe verlängern könnte.

Die Morbus Krabbe ist eine seltene und meist tödliche Krankheit, die das Nervensystem betrifft. Es handelt sich um eine genetische Erbkrankheit, die von einer Generation auf die nächste übertragen wird. Die von der Morbus Krabbe betroffenen Menschen sind nicht in der Lage, genügend Galaktosilceramidase (GALC) zu produzieren, ein wesentlicher Vorläufer des Myelins, mit dem der Körper die Nervenfasern umhüllt und schützt. Ohne diesen Schutz sterben die Gehirnzellen ab und das Gehirn und die peripheren Nerven können nicht richtig funktionieren.

Die Morbus Krabbe kommt vor allem bei Kindern vor, kann sich aber auch später entwickeln. Leider gibt es im Moment keine Heilung für die Krabbe-Krankheit und die meisten der von dieser Krankheit betroffenen Kinder werden nicht einmal 2 Jahre alt.

Die Forschung unter der Leitung von Dr. Maria Escolar hat zwei Verfahren entdeckt, die das Fortschreiten der Krabbe-Krankheit beeinflussen und nicht nur ihre Symptome heilen könnten: Knochenmarktransplantation und Nabelschnurbluttransplantation. Die Studie zeigt, dass Nabelschnurbluttransfusionen nicht nur die Lebenserwartung der Patienten verbessern, sondern auch die Lebensqualität erhöhen. Bei diesen Verfahren erhält der von der Morbus Krabbe betroffene Mensch Zellen von einem gesunden Menschen. Die neuen Zellen sind in der Lage, GALC zu produzieren, das der Patient nicht selbst herstellen kann.

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa042604