Stammzellen: ein Schlüsselfaktor bei vielen Krankheiten

Aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeit, sich in andere Zelltypen zu differenzieren, wären Stammzellen der Schlüsselfaktor in der zukünftigen Medizin

Auf dem diesjährigen Treffen der International Society for Stem Cell Research (ISSCR) diskutierten tausende von führenden Forschern auf dem Gebiet der Stammzellforschung die Aussicht auf eine krankheitsfreie Zukunft und bekräftigten die entscheidende Rolle der Stammzellen in dieser Hinsicht.

Aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeit, sich in andere Zelltypen zu differenzieren, wären Stammzellen der Schlüsselfaktor in der zukünftigen Medizin. Diese Zellen sind außerordentlich dehnbar und können unter den richtigen Bedingungen in jede Art von Zelle umgewandelt werden, die für eine bestimmte Behandlung benötigt wird.

Dr. Deepak Srivastava, einer der weltweit führenden Stammzellexperten und nächster Präsident von ISSCR, präsentierte seine Erfahrungen aus erster Hand mit der Entwicklung kardialer Stammzellen. Sein Labor konzentriert sich auf die Verwendung von Stammzellen zur Regeneration von durch einen Herzinfarkt geschädigtem Herzgewebe.

«Denken Sie an die Krankheiten, bei denen Organe die Zellen verloren haben, die sie zum Funktionieren brauchen, und die wenig oder gar keine Fähigkeit zur Regeneration haben. […] Aber mit Stammzellen akzeptieren wir nicht mehr die Vorstellung, dass Menschen durch Zellverlust Krankheiten haben. Das Ziel ist es, das geschädigte Gewebe in den Zellen zu regenerieren – diese Zellen wiederherzustellen – und das Problem an der Wurzel zu lösen», sagt Dr. Srivastava.

Neben der Stammzellforschung spielt auch die Gentechnik eine Schlüsselrolle in der Medizin der Zukunft: Durch die Kombination beider Disziplinen hat man mehr Möglichkeiten, Krankheiten und Störungen wie die Sichelzellanämie zu verstehen und zu behandeln. Aus einer kleinen Blutmenge des von der Krankheit betroffenen Patienten ist es möglich, die Zellen so zu modifizieren, dass sie in ihren Zustand der embryonalen Stammzellen zurückkehren. Schließlich kann die Gentechnik die genetischen Mutationen, die die Krankheit verursachen, korrigieren, sie dann wieder in reife Zellen umwandeln und sie durch eine einfache Bluttransfusion an den Patienten “zurückgeben”.

Die Stammzellforschung und die Gentechnik können auch die Arzneimittelforschung verbessern: So besteht beispielsweise die größte Herausforderung für Alzheimer-Patienten darin, eine Gentherapie zu finden. In diesem Fall werden Stammzellen zu Gehirnzellen differenziert, die die Mutation darstellen, die die Störung verursacht, um ein präziseres pharmazeutisches Screening zu ermöglichen.

«Die Stammzellforschung dient nicht nur der Regeneration und dem Ersatz, sondern auch der Entdeckung geeigneter Medikamente für eine Reihe von Krankheiten», erklärt Dr. Srivastava, «Derzeit laufen mehrere klinische Studien – Studien zu Rückenmarksverletzungen, Parkinson und sogar Blindheit. […] Wenn man einen Schritt zurücktritt und darüber nachdenkt, ist es die Konvergenz mehrerer Technologien, die uns helfen, menschliche Krankheiten ganz anders zu behandeln als bisher».

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