Fragen-Antworten

KONSERVIERUNGSVERFAHREN

1. Wie werden die Stammzellen mit Nescens Swiss Stem Cell Science konserviert?

Die Konservierung der Stammzellen Ihres Kindes ist ganz einfach, unsere Kundenbetreuung begleitet Sie Schritt für Schritt.

Kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer 091 985 15 00 oder schreiben Sie eine Mail an stemcells@nescens.com und Sie erfahren alles Wissenswerte über die Stammzellengewinnung und den bürokratischen Ablauf.

2. Wie werden die Stammzellen aus der Nabelschnur gewonnen?

Die Entnahme der Proben erfolgt sofort nach der Geburt, in dem Moment, in dem die Nabelschnur, die die Mutter mit dem Baby verbindet, durchtrennt wird. Das Entnahmeverfahren ist einfach, dauert nur wenige Minuten und ist sowohl für die Mutter als auch das Baby vollkommen schmerzlos.

Wenn die Entnahme abgeschlossen ist, rufen Sie die Telefonnummer 091 960 22 20 an, um die Abholung zu organisieren. Die Proben werden direkt in das Labor gebracht, wo die Verarbeitung und Kryokonservierung erfolgt. Danach werden Ihnen die Ergebnisse des Verfahrens und das Zertifikat über die Konservierung Ihrer Proben zugeschickt.

3. Was passiert am Tag der Geburt?

Nachdem Sie uns den Auftrag erteilt haben, erhalten Sie das Entnahme-Kit, das Sie mit ins Krankenhaus nehmen. Im Kit finden Sie weitere Anweisungen und die notwendigen Informationen zur Aufbewahrung Ihrer Proben.

Vor der Geburt überprüfen Sie bitte, dass sich alle Dokumente ausgefüllt und unterschrieben in dem Kit befinden oder dass sie diese bereits an Nescens Swiss Stem Cell Science zurückgeschickt haben. Ohne Ihre Zustimmung können die Proben nicht verarbeitet werden.

Die Entnahme des Nabelschnurbluts und –gewebes erfolgt, nachdem die Nabelschnur des Babys durchtrennt wurde. Ein Pfleger/eine Schwester gibt die Proben mit dem Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe und die Entnahmen der Mutter in das Kit.

Wenn das oben genannte Verfahren abgeschlossen ist, rufen Sie die Telefonnummer 091 960 22 20 an, um die Abholung Ihres Kits zu organisieren. Wenn die Geburt am Wochenende oder an einem Feiertag stattfindet, bewahren Sie das Kit bei Zimmertemperatur, nicht neben einer Wärmequelle, auf und rufen auf jeden Fall ebenfalls an, um die Geburt bekanntzugeben und die Abholung zu organisieren, die am Montagmorgen oder am ersten Werktag nach dem Feiertag erfolgt.

4. Wie werden die Proben transportiert?

Das Kit wird von unserem mit der Abholung des biologischen Materials beauftragten Kurier abgeholt und direkt ins Labor gebracht.

Bei unserem Entnahme-Kit handelt es sich um eine Thermo-Box, die die Probe vor der Außenlufttemperatur schützt. Sie ist autonom und bewahrt die Proben bei optimalen Bedingungen, bei Zimmertemperatur auf, bis sie unser Labor erreichen. Im Inneren des Kits befinden sich ein oder zwei Temperaturstabilisatoren (je nach Jahreszeit), die die für die Proben während dem Transport erforderliche Temperatur gewährleisten.

5. Wann werden die Proben verarbeitet?

Ihre Proben werden nach den höchsten Qualitätsstandards verarbeitet, sobald sie im Labor angekommen sind.

Das Labor arbeitet an sechs Tagen die Woche, 52 Wochen im Jahr, wie es die Richtlinien erfordern und garantiert den Kunden somit beste Ergebnisse

6. Warum werden die Proben vor der Konservierung berarbeitet?

Vor dem langfristigen Einfrieren in flüssigem Stickstoff werden alle Proben des Nabelschnurbluts und Nabelschnurgewebes bearbeitet, um die Qualität der entnommenen Proben zu gewährleisten und jede Art von Kontaminierung und mögliche Bakterienbildung auszuschließen.

Jede Probe wird einzeln von hochqualifizierten Labormitarbeitern verarbeitet.

7. Wo und wie werden die Zellen meines Kindes aufbewahrt?

Die Proben mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe Ihres Kindes werden in einem Spezialinstitut, das es nur in der Schweiz gibt, verarbeitet und konserviert.

Alle Konservierungsbehälter verfügen über ein individuelles Sicherheitssystem und werden 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr überwacht.

8. Wie ist der Ablauf, wenn ich die Proben für eine Transplantation benötige?

Wir wünschen Ihnen, dass dieser Fall nie eintreten wird, aber wenn doch, werden wir Sie auf diesem Weg begleiten. Wenn Sie die Stammzellen für eine therapeutische Behandlung benötigen, geben wir die Proben kostenlos frei.

Nachdem wir die Zustimmungsdokumente mit Ihnen besprochen haben, werden wir uns mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen, um den sicheren Transport der Proben in das Transplantationszentrum zum gewünschten Termin zu organisieren.

9. Hat die Stammzellenentnahme einen Einfluss auf die Geburt des Kindes?

Die Entnahme von Blut und/oder Gewebe aus der Nabelschnur interferiert nicht mit den Phasen der Geburt und sie ändert auch nichts an der Praxis, wie das medizinische Personal Ihr Baby zur Welt bringt.

10. Ändert sich etwas bei der Stammzellenentnahme, wenn die Geburt mit Kaiserschnitt erfolgt?

Nein. Ob Sie sich für eine natürliche Geburt oder einen Kaiserschnitt entscheiden oder ob die Geburt eingeleitet wird, auf die Entnahme von Stammzellen bei Ihrem Baby hat dies keinen Einfluss.

11. Ist noch genug Blut für die Entnahme vorhanden, wenn ich mich zu einer verzögerten Abklemmung der Nabelschnur entschließen sollte?

Wir empfehlen dem medizinischen Personal immer, die Entnahme in der ersten Minute nach der Geburt vorzunehmen. Eine Durchführung nach dieser Zeitspanne kann die Menge des zur Verfügung stehenden Bluts beeinflussen.

12. Was geschieht, wenn ich ins Ausland umziehen muss?

Egal, in welchem Teil der Erde Sie leben, die Konservierung Ihrer Proben bei Nescens Swiss Stem Cell Science (Schweiz) ist immer garantiert.

Bei einem Umzug teilen Sie uns bitte Ihre neue Adresse und Kontaktdaten mit, damit Ihre Daten stets auf dem neuesten Stand sind.

STAMMZELLEN

1. Was sind Nabelschnur-Stammzellen?

Stammzellen sind primitive Zellen, die noch nicht spezialisiert sind, die aber über die außergewöhnliche Fähigkeit verfügen, sich selbst erneuern und in eine Vielzahl von Zellen differenzieren zu können. Sie bilden eine direkte Verbindung zwischen der Gesundheit des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt und seiner Gesundheit in der Zukunft.

Sollte das Kind also in fortgeschrittenerem Alter einmal gesundheitliche Probleme haben, können die Stammzellen der Schlüssel dazu sein, seine Gesundheit wieder herzustellen.

Stammzellen aus Nabelschnurblut werden bereits zur Behandlung von über 80 Krankheiten, darunter Leukämie, Anämie und Thalassämie, eingesetzt und die Zahl wächst stetig. Stammzellen aus Nabelschnurgewebe hingegen fördern das Wachstum, die Regeneration und Reparatur von geschädigtem Gewebe.

2. Wieviele Proben wurden für Transplantationen eingesetzt?

Seit 1988 wurden weltweit mehr als 40.000 Proben mit Nabelschnurblut für medizinische Zwecke eingesetzt.

3. Ich habe die Stammzellen für mein erstes Kind konserviert. Sollte ich dies bei meinem zweiten Kind auch machen?

Es wird empfohlen, die Stammzellen für jedes Kind individuell zu konservieren, um sicherzustellen, eine verfügbare Probe mit einer Kompabilität von 100% für jedes Ihrer Kinder zur Verfügung zu haben.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Kompabilität zwischen Geschwistern bei 25% liegt.

4. Warum nur 25 Jahre lang konservieren?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihre Proben noch für einen viel längeren Zeitraum sicher und verwendbar sind. Nescens Swiss Stem Cell Science ist jedoch der Meinung, dass es ethischer ist, zunächst eine Konservierungsdauer von 25 Jahren anzubieten, aber selbstverständlich wird der legitime Eigentümer der Zellen (der nun volljährig ist) bei Vertragsende kontaktiert und er erhält ein Angebot, den Vertrag zu verlängern. Andernfalls werden die Zellen vernichtet oder der Forschung zur Verfügung gestellt, vorausgesetzt, der Eigentümer stimmt zu.

5. Wie groß ist die benötigte Menge an Nabelschnurblut und wieviele Stammzellen sind enthalten?

Eine Probe mit Nabelschnurblut muss zwischen 20 ml und 60 ml enthalten, auch wenn die Menge aufgrund der Größe der Nabelschnur selbst und den Umständen der Geburt stark variieren kann.

Die Probe muss eine Mindestmenge an Stammzellen CD34+ enthalten, damit sie für eine eventuelle Therapie in der Zukunft geeignet ist. Wenn Ihre Probe mit Nabelschnurblut diese Voraussetzung nicht erfüllen sollte, haben Sie die Möglichkeit, die Konservierung abzulehnen.

6. Kann ich meine Stammzellen spenden?

In der Schweiz gibt es verschiedene Kliniken, in denen es möglich ist, die Stammzellen des Nabelschnurbluts an eine Stammzellenbank zu spenden.

Die Stammzellen des Nabelschnurbluts können dann dazu eingesetzt werden, eine andere Person irgendwo auf der Welt zu heilen. Sie haben jedoch keinen Zugriff mehr auf diese wertvolle Probe. Für weitere Informationen können Sie Kontakt mit dem Transfusionszentrum in der italienischen Schweiz (CRS) aufnehmen

7. Welche Art von Informationen erhalte ich über die Proben meines Kindes?

Nach der Verarbeitung und Konservierung der Proben erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung zusammen mit dem Konservierungszertifikat, das den spezifischen Code der Proben, die Auszählung der Stammzellen (CD34+), die Resultate der Bluttests der Mutter und der mikrobiologischen Tests beinhaltet.

8. Welche Krankheiten können derzeit mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt werden?

Aktuell können die Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behandlung eines breiten Spektrums an Krankheiten (über 80) eingesetzt werden, unter anderem:

  • Störungen bei der Vermehrung der roten Blutkörperchen (Anämie, Thrombozytenanomalien und andere)
  • Genetisch bedingte Immunschwächen (schwerer kombinierter Immundefekt, Neutropenie und andere)
  • Krebs (Leukämie, Knochenmarkskrebs und andere)
  • Genetisch bedingte Stoffwechselstörungen (Mukopolysaccharidosen, Leukodystrophie und andere)

Genetisch bedingte Störungen, die das Immunsystem und andere Organe betreffen (Haar-Hypoplasie, Morbus Günther)

9. Wann müssen die Proben nach der Entnahme im Labor eintreffen?

Das Labor hat 68 Stunden als Limit für die Ankunft der Proben im Labor festgelegt. Die Proben müssen innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt das Trennungsverfahren durchlaufen.

10. Wie läuft die Zahlung ab?

Nach Auswahl der gewünschten Dienstleistung können Sie das Entnahme-Kit bestellen und Sie haben 2 Zahlungs-Optionen: Zahlung in 25 Monatsraten oder Bezahlung in einem Betrag. Wenn das Verfahren nicht positiv verlaufen sollte, wird Ihnen immer eine Rückerstattung garantiert, abhängig davon, wann die Dienstleistung unterbrochen wurde. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

11. Gibt es für eine Zwillingsgeburt einen Nachlass?

Ja. Unter der Telefonnummer 091 985 15 00 erhalten Sie weitere Informationen.

12. Gibt es für Kunden von Nescens Swiss Stem Cell Science einen Nachlass?

Ja. Unter der Telefonnummer 091 985 15 00 erhalten Sie weitere Informationen.

13. Worin besteht der Unterschied zwischen Stammzellen aus Nabelschnurblut (Vertrag Nescens Baby Classic) und Nabelschnurgewebe (Vertrag Nescens Baby Complete)?

Das Nabelschnurblut enthält hämatopoetische Stammzellen, die bei der Behandlung von Krankheiten, die mit dem Blut in Zusammenhang stehen, wie Leukämie, Anämie und Thalassämie, zum Einsatz kommen.

Das Nabelschnurgewebe enthält mesenchymale Stammzellen, die in der Lage sind, sich auf eine Vielzahl von Zellen, die zum Beispiel Muskelgewebe, Knorpel, Knochen, Binde- oder Fettgewebe bilden können, zu spezialisieren. Sie werden vor allem zur Behandlung von Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und zerebraler Paralyse eingesetzt.

14. Was passiert im Falle einer Naturkatastrophe oder wenn das Institut nicht mehr existiert?

In dem (höchst unwahrscheinlichen) Fall, dass das Institut, in dem die Proben konserviert werden, zahlungsunfähig wird, wird Nescens Swiss Stem Cell Science die Proben an eine andere, gleichermaßen akkreditierte Einrichtung übergeben, die die Bedingungen der ursprünglichen Vereinbarung erfüllt.

15. Lohnt es sich, die Stammzellen meines Kindes zu konservieren?

Hämatopoetische Stammzellen (HSCs) werden derzeit zur Behandlung von über 80 Blutkrankheiten und anderen damit zusammenhängenden Krankheiten eingesetzt. Mesenchymale Stammzellen (MSC) werden in der regenerativen Medizin eingesetzt mit dem Ziel, die lebenswichtige Funktion von Zellen und Geweben zu ersetzen, zu reparieren oder zu regenerieren. Stammzellen werden aktiv für die Behandlung vieler Krankheiten wie zerebrale Paralyse, Diabetes Typ I, Gehirnerkrankungen, Herzerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Lebererkrankungen, neurologische Erkrankungen und andere erforscht.

16. Warum sollte ich die Stammzellen meines Kindes konservieren, wenn es auch Alternativen zur Konservierung des Nabelschnurbluts gibt?

Es gibt Alternativen zur Konservierung von Nabelschnurblut, wie zum Beispiel die Entnahme von Stammzellen aus Knochenmark und peripherem Blut. Die Stammzellen aus der Nabelschnur haben jedoch zahlreiche Vorteile: Sie sind die jüngsten und effektivsten Zellen im menschlichen Körper und sie sind relativ frei von Umweltverschmutzung und elektromagnetischer Kontamination. Darüber hinaus ist das Entnahmeverfahren nicht invasiv und sie sind sofort verfügbar.

17. Können die Stammzellen meines Kindes auch für andere Familienmitglieder eingesetzt werden?

Die Stammzellen Ihres Kindes können von jeder Person mit einer Histokompatibilität von mindestens 80%, wie einem Bruder oder einer Schwester, verwendet werden. Stammzellen eines Verwandten (vorzugsweise Bruder / Schwester) sind in der Regel die erste Wahl bei einer Transplantation, wenn man die Quelle von Stammzellen betrachtet. Bei den meisten allogenen Transplantaten (Empfänger ist nicht der Spender) werden Stammzellen von einem Familienmitglied verwendet.

18. Können die eigenen Stammzellen auch eingesetzt werden, wenn die Krankheit, die man behandeln möchte, genetisch bedingt ist?

Wenn das Kind eine Erbkrankheit hat, wie zum Beispiel Sichelzellenanämie, hätten die Stammzellen den gleichen genetischen Defekt. Für den Fall, dass die autologen Stammzellen (der betroffenen Person) nicht verwendet werden können, wäre das Nabelschnurblut eines Bruders / Schwester die beste Option.

19. Wie viele Proben von Stammzellen, die in privaten Stammzellenbanken konserviert wurden, wurden erfolgreich bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt?

Man schätzt, dass rund 600 Proben von privaten Banken für Nabelschnurblut für autologe und allogene Transplantationen eines Geschwisterkinds oder Familienmitglieds freigegeben wurden.